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Der Countdown läuft – Die Abreise nach China kommt immer näher

19. Blog am 3.Mai 2019

Der Flug nach Shanghai und damit der Umzug nach China ist gebucht. Ende Juli startet unser Abenteuer China. Viele könnten jetzt meinen, das es noch lange hin ist, aber time flies und das Expatleben 3.0 rückt immer näher und das Leben hier ändert sich stetig Richtung Abreise. Das Umzugsunternehmen ist ausgesucht und der Termin für die Vorbesprechung steht. Die Auszugswoche ist fix und mein Mann hat dafür seinen Flug von Shanghai zu uns gebucht.

Was kann aus dem Kleiderschrank entsorgt werden?

Leider ertappe ich mich bei jedem Schrank, den ich öffne, dass ich darüber nachdenke, was ich von all den Dingen darin wegschmeissen, verschenken oder umsortieren kann. Nichts mache ich mehr ohne Hintergedanke: „Luise, brauchst Du das noch? Willst du das wirklich behalten? Wann hattest Du diese Schuhe zum letzten man an? Passt die Hose noch? Oder ausser Mode geraten?“ Diese Gedanken können zuweilen sehr anstrengend sein, denn mal eben was aus dem Schrank holen, klappt gerade nicht mehr. So lasse ich den Schrank entweder zu und ziehe die Sachen von Vortag mit kleinen Änderungen einfach nochmal an oder wuseln durch den Schrank mit allen Konsequenzen.

Was kann in meinem Büro entsorgt werden?

In meinem Büro, wo ich jeden Tag am Schreibtisch sitze und arbeite oder Ablage mache oder Papierkram erledige, ist nichts mehr vor meinem kritischen Blick sicher. Auch hier mache ich nichts ohne Hintergedanke: “ Luise, brauchst Du diese vielen Kugelschreiber noch? Was ist mit den vielen alten Fotozeitschriften? Was mache ich mit den unzähligen Bestellkatalogen? Können die süßen, liebevoll gestalteten und geschriebenen Weihnachtskarten von 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018 nicht weg? Was liegt Dir wirklich am Herzen? “ Und dann gibt es unzählige Ordner, die in die Unizeit zurückgehen. Ja, das ist mein Leben und das meines Mannes. Aber schauen wir da nochmal rein? So aus nostalgischen Gründen? Soll ich einiges abfotografieren und auf meinem Mac online speichern? Dann hätte ich es auch in Shanghai, wenn mir plötzlich danach ist, meine Matrikelnummer aus der Humboldtuniversität nachzuschlagen? Es hörst sich trivial an, aber grundsätzlich ist die Frage, was alles durch das Leben geschleppt werden muss und was Ballast ist oder ob ein Ausdünnen nicht auch ein Stück Zufriedenheit und Freiheit mit sich bringt. Ich bin ehrlich gesagt gerade ein Fan von Ausdünnen und Loslassen. Dabei schlage ich in der Aufräumbilbel von Marie Kondo gerne auf und ahme nach.

Was kann in den Kinderzimmern entsorgt werden?

In den Kinderzimmern lüften sich behutsam aber stetig die kruscheligen Ecken der Kinder mit Lego, Playmo, Nerf und Co. und auch vermisste Butterbrotdosen finde ich in der Sockenschublade oder auch unter dem Bett hinter den unzähligen Schatztruhen. Auch hier fragen ich die Jungs: Brauchst Du das wirklich noch alles? Können wir nicht bitte einen Teil wegschmissen oder verschenken? Bist du nicht aus dem Alter raus? Kann Deine Kindergarten-St. Martin-Laterne von 2012 nun mal weg? Welche Kuscheltiere bekommen einen anderen Bestimmungsort? Momentan noch schwierige Entscheidungen. Sie sind zu vergleichen mit dem Uniordner und meinen Fotozeitschriften. Sie waren halt schon immer da und die Laterne ist Teil eines noch jungen Lebens. Also nicht poltern, Luise, sondern gut gelenkt argumentieren und am Ende doch nicht viel wegschmeißen, da die Kulleraugen zu groß werden. Und dann ist das auch ok.

Was kann in der Küche entsorgt werden?

In der Küche bemerke ich, dass ich mit immer den selben Küchenhelfern koche und viele Töpfe einstauben oder ich nur den schwarzen Pfannenwender in der Hand habe und nicht den grünen oder den hölzernen. Warum eigentlich drei haben? Und beim genauen Hinsehen sind die Hälfte der Gewürze schon längst abgelaufen, weil sie zu exotischen Gerichten gekauft wurden und danach ein trauriges Dasein in der Gewürzschublade geführt haben. Also auch hier: Sei mutig, sei stark und trenne dich von Ballast. Den Pannenwender von meiner Mama, den ich bei der Haushaltsauflösung erbeten habe und der eigentlich schäbig ist, kommt nicht weg, daran hängen so viele Erinnerungen und gemeinsame Tochter-Mutter-Kochstunden. Dieser Wender bleibt und der lächelt mich immer mal an und dann kommt ein netter Gedanke über meine Mutter. Sehr wichtig!

Mein Vorratsregal im Keller lichtet sich und ich bemerke, wieviel es eigentlich ist und wie lange es dauert, 6 kg Zucker zu verbrauchen und der Tiefkühlschrank endlich mal leerer werden muss. Am Ende geht Vorrat doch recht schnell weg, konsequentes, reduziertes Einkaufen führt dazu, dass auch mal der Doseneintopf gegessen wird und ich mich wundere, warum die Dose so lange im Keller stand. Schnell zubereitet, schnell verfeinert und einfach lecker.

Welche Verträge muss ich alles kündigen?

Und dann kommt da die Liste der Kündigungen, die ich Stück für Stück seit ca. 2 Wochen abarbeite. Ich merke, dass ich mich nicht mit Hau-Ruck von Allem direkt lösen kann. Die Musikschule habe ich bereits gekündigt und es tat mir schon leid, denn seit 11 Jahren habe ich dort diverse Musikkurse für mich und meine Kinder belegt und es war eine tolle Zeit. Vom Musikgarten über Gitarre, Flöte, Klavier, Saxophon und Horn haben wir wechselnde Lehrer und Kurse belegt. Dies hat nun im Juni sein Ende. Und dann sind da die Sportvereine, die Zeitschriftenabos, das Telefon, der Kabelanschluss, die Milchlieferung. Nach den Osterferien werde ich auch die Abmeldung von der Schule angehen. Dann sind alle vier vom Städtischen Gymnasium weg und wir finden die Kinder auf internationalen Schulen wieder. Wahrscheinlich wird es für meinen Mann und mich dann auch nie eine feierliche Abiturfeier samt Abiball in Deutschland geben, sondern irgendwo da draussen, mit Sicherheit schon mal in Schottland. Auch an diesen Gedanken gewöhne ich mich langsam.

Pause! Ja, die brauche ich!

Jeder versteht glaube ich, dass ich immer mal wieder Abstand von diesem Organisationswahn brauche und so waren wir in den Osterferien 8 Tage in Shanghai. Aber davon berichte ich in einem nächsten Blog. Ich kann nur jetzt schon einmal sagen, dass es einfach nur schön war und ich mit vielen tollen Fotos zurückgekommen bin und ich eine liebe Freundin wiedergetroffen habe, die ich seit unserer Hochzeit vor 20 Jahren nicht mehr gesehen habe. Es schien wie gestern!

Luise!

Die deutsche Frauen – Expatcommunity in den sozialen Medien

Mein 18. Blog am 27. März 2019

Als ich vor 14 Jahren mit meinem Mann und zwei kleinen Kindern nach Mexiko-City für 3 Jahre gezogen bin, war die Onlinewelt noch eine vollkommen andere. Informationen über das Expatleben oder gar ein Netzwerk von Expatmamas, nein, das gab es nicht. An Informationen über Das Zielland oder die Zielstadt fanden wir ganz klassisch über Bücher, ein paar Webseiten und vor allem über Mund zu Mund. Von der Lufthansa Purserin Michaela bekam ich ein Lufthansa Booklet über Insidertips in Mexiko-City und meine beste Freundin war sich sicher, dass ich in Mexiko-City nicht untergehe, denn ihre Sandkastenfreundin Caroline war schon in Mexiko-City seit einem Jahr. Ich bin weich gefallen. Es spielte sich also eher alles offline ab und es gab E-Mails und es gab Telefonate. Das empfand ich damals als große Überwindung einfach eine Nummer anzurufen und zu sagen: Hallo, ich bin Luise, ich bin die Freundin von Deiner Freundin, wir kennen uns zwar nicht, aber ich ziehe mit Mann und zwei kleinen Kindern zu Euch. Ich brauche Hilfe! Aber die Antworten waren durchweg sehr hilfsbereit, denn alle Expats hatten diese Anfangsschritte und jeder hilft jedem. Das ist das Besondere an der Expatcommunity. Caroline hat seit dem ersten Treffen in Mexiko-City einen besonderen Platz im Herzen, denn sie war mein Anker beim ersten großen Abenteuer. Wir sind nach wie vor enge Freundinnen und wie das Leben so spielt, wir wohnen mittlerweile beide wieder in Deutschland und gar nicht so weit voneinander entfernt. Nach einem Halbe Jahr in Mexiko City bekam ich dann eine email von einem alten Golffreund. Er schrieb: Hallo Didi, Isabel und Elmar, Freunde von Freunden, ziehen bald nach Mexiko-City mit zwei kleinen Kinder. Kannst Du helfen? Natürlich habe ich geholfen und Elmar ist mittlerweile der Patenonkel meines Sohnes!

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Wie Kinder auf eine Auslandsentsendung reagieren

17. Blog am 21.3.2019

Meine Familie und ich leben ein ziemlich schönes Leben in Ingelheim. Die Stadt ist klein, überschaubar und vieles ist mit dem Fahrrad zu erreichen. Zugegeben die Stadt ist in weiten Teilen nicht schön, sie ist verschlafen und die Anzahl an netten Restaurants ist wirklich überschaubar. Jedoch liegt sie im schönen Rheinhessen und der Weg in die Weinberge ist nicht lang. Ingelheim liegt am Rhein zwischen Mainz und Bingen und es ist herrlich, am Rhein mit dem Hund spazieren zu gehen, dabei den großen Frachtern zuzuschauen, die entweder gegen die Stömung ankämpfen oder mit der Welle gen Nordsee flott an mit vorbeiziehen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.

Für unsere 4 Kinder ist die Stadt prima, zur Grundschule sind alle mit dem Fahrrad gefahren und zum Gymnasium lohnt es sich nicht, die Fahrräder aus der Garage zu holen, denn es ist ein Katzensprung und per Pedes ist es einfach viel schneller. Zur Musikschule lohnt nur der Roller. Nur der Weg zu unserem idyllischen Golfplatz mitten in Rheinhessen ist eigentlich nur mit dem Auto flott erreichbar. Hier sind wir alle viel und gerne und meine Kinder, besonders die älteren beiden, haben den Weg in die Spitzenförderung des Landes eingeschlagen wie ich einst als ich ein Teenie war.

11 Jahre Schulmutter – du erlebst viel

Die Schule gefällt Kindern mal mehr mal weniger, mal sind die Lehrer doof, ungerecht oder haben langweilige Themen auf dem Programm. Auch können die Mitschüler und Freunde mal doof, gemein oder unzuverlässig, nervig neugierig oder pubertär sein. Alle Facetten habe ich als Mutter in meinen bisher 11 Jahren als Schulmutter erlebt. Die Kinder haben ihre Stärken und Schwächen und unsere Kinder sind schulisch alle unterschiedlich. Ich merke klar, dass Du mit schulisch guten und sehr guten Kinder so durch die Schule schwimmst und alles ist gut. Ich merke aber auch, was es heisst, Kinder unterstützen zu müssen, die um gutes Mitkommen in der Schule jeden Tag kämpfen müssen und von Selbstzweifeln geplagt sind. Da sind Lehrer, die darauf sehr dosiert und gut eingehen und da bin ich dankbar. Aber es gibt auch die sogenannten Stinkstiefel, die das Leben der Kinder schwer machen, weil sie nicht auf die Kinder eingehen wollen oder ein extra ausgearbeiteter Test nur Arbeit verursacht. Schade, dies zu beobachten am größten Gymnasium in Rheinland-Pfalz. Als Eltern sind dir die Hände gebunden, denn bis zum Schultor kannst du sie behüten, dann müssen sie allein kämpfen. Aber wir haben gelernt zu kämpfen und das macht die Kinder nur stark fürs Leben, das immer wieder von spitzen Ellbogen geprägt ist.

Wenn ich das so alles schreibe, dann bemerke ich, dass vieles schön ist für unsere Kinder aber auch nicht immer rund läuft. Da sind wir allerdings kein Einzelfall, das ist in jeder Familie in irgendeiner Form der Fall.

Alles ändert sich mit meinem ja zum Ausland 3.0

Nun steht eine erneute Auslandsentsendung meines Mannes an und dieses mal müssen wir eine Teenie Tochter und und zwei zwölfjährige umtopfen. Der älteste ist seit mehr als einem Jahr umgetopft und glücklich in Schottland in einer tollen Schule.

Das behutsame Vorbereiten, dass es sein könnte, dass Papi einen Job im Ausland bekommt , haben wir längst hinter uns, jedoch war es gut, dies so behutsam zu machen, denn uns war nicht klar, wie die Kinder auf einen Schulwechel, Ortswechsel, Landwechsel und Kontinentwechel reagieren. Rückblickend hat das gut funktioniert und nun sind wir mitten drin. Mein Mann schon seit Januar im Job und ich ziehe mit den Kindern bald hinterher. Die Fragen waren vielschichtig, was das alles zu bedeuten hat und wie das alles geht und welche Schule es sein soll und was die Freunde sagen. Ich bin bisher nur mit Kleinkindern ins Ausland gezogen und das war ein Leichtes.

In keinem Buch steht, wie Kinder auf eine Auslandsentsendung reagieren

Es ist schwierig für Kinder, denn es ist eine Achterbahnfahrt, die von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt geht. Dies aufzufangen, bedarf viel Kraft und viel Zeit und bedarf besonderer Maßnahmen. Damit meine ich eine Wohlfühlathmosphäre zu schaffen, die geprägt ist von immer leckerem Kinderessen, abends auch gerne vor der Glotze und immer, wirklich immer Zeit haben für die vielen Fragen. Ich bemühe mich, jede noch so für mich kleine Frage so zu beantworten, dass die Jungs damit etwas anfangen können. Für unsere Tochter ist das alles weniger problematisch, da sie sowieso nach der 9. Klasse ins Ausland gehen wollte wie ihr Bruder. Sie wird nicht mit uns nach Shanghai ziehen, sondern ihren Weg in Schottland machen. Der Halt durch ihren Bruder ist da, jedoch sind mein Mann und ich 9000 km entfernt, das kann schon mal eine Gefühl von Unwohlsein verursachen. Ob ich mit 14 Jaren, dies gemacht hätte? Ich bin mir nicht sicher. Meine Eltern haben ihre 4 Töchter immer zur Selbständigkeit erzogen, aber als Nesthäkchen war ich schon ein wenig verhätschelt. Wir haben unseren Kindern die Selbständikgkeit als hohes Gut immer wieder in unsere Erziehung einfliessen lassen. Hoffentlich macht es sich jetzt in dieser Extremsituation bezahlt.

Mit 11, fast 12 Jahren, ist die Selbständigkeit noch nicht so ausgeprägt, so dass mein Fokus sehr auf dem Zwillingen liegt. Ja, sie haben mit Bauchschmerzen reagiert, immer wieder sind sie vorzeitig aus der Schule nach Hause gekommen. Mir war nach einer Weile klar, dass es keine Magenverstimmung und auch kein Magen-Darm Virus war. Der Umzug, der Wandel ist ihnen einfach auf dem Magen geschlagen. Die Kinder waren träge, haben nachmittags viel geschlafen und die üblichen Aktivitäten waren alle lästig. Musikunterricht, Sport, Landesvater. So habe ich konsequent den Rotstift angesetzt und Druck rausgenommen. Vor allem den schulischen Druck habe ich gelöscht. Dieser sollte eigentlich nicht mehr von so großer Bedeutung sein, da wir die Schule verlassen und kein Kämpfen um Verbleib in der Schule oder nicht auf dem Programm stand. Aber wer kann schon in Kinder schauen. Die Schwierigkeiten lagen mit Sicherheit auch daran, daß mein Mann schon in Shanghai arbeitet und wir eine Fernehe führen und der geplante Abflug nach Shanghai erst 7 Monate später für mich und die Kinder sein sollte. Diese Zeitspanne ist zu lang. Das kann ich jetzt klar feststellen. Das nochmalige vor Ort sein ist elementar, also die neue Wohnung wirklich schon mal sehen und den Kühlschrank anfassen und auf das neue Bett springen, die Kuscheltiere persönlich hinbringen und den Aufzug in den 36. Stock testen, den Pförtner kennenlernen und mit Neo, dem Familienchauffeur, quatschen, den Weg in die Schule mal abfahren und am besten die Schuluniform zeitig kaufen, abklären, ob es auch HB Bleistifte in China gibt und einen Ort finden, wo der Koffer abgestellt werden kann, da wir nun keinen Keller mehr haben. Uff, aber alles sehr wichtig in den Augen von Kindern.

Über die meisten Dinge mache ich mir keine Gedanken. Ich habe da gar keine Zeit für und finde es auch nicht wichtig. Aber den Kindern ist es wichtig! Aus diesem Grund fliegen wir Ostern mit den Kindern nach Shanghai, dann wir alles haptisch, visuell und Papi muss nicht mehr so viele Fotos schicken.

Ich habe über diverse Fb Gruppen Kontakt zu Shanghai Expatmüttern gefunden. Das ist so wichtig und ich bin richtig happy. Annett hat ihren Sohn auch an der BISS – British International School of Shanghai – und wir treffen uns an Ostern. Sie hat mich bereits in eine Eltern WeChat Gruppe aufgenommen und mir einiges über die schule aus Elternsicht erzählt. Das habe ich gleich an die Jungs weitergegeben. Auf dem Flug nach Shanghai treffe ich eine andere Mutter, die viele Jahre an der Deutschen Schule in Shanghai Lehrerin war und die liebend gerne sofort zurück nach Shanghai gehen würde und von der ich bereits jetzt viel Tips bekommen habe und auf dem Flug sicher noch mehr Tips bekommen werde. Danke im Voraus!

Hilfe gibt es auch von der Schule – unglaublich!

So merke ich immer wieder, dass ein Netzwerk von großer Bedeutung ist und nicht nur mir eine Sicherheit gibt, sondern besonders den Kindern. Der Schule in Shanghai habe ich auch geschrieben, dass meine Jungs sich schwer tun und Gillian hat wunderbar reagiert und Hilfe angeboten. So gibts da schon einen Buddy und wir können noch einmal zur Schule kommen und Lehrer treffen. Es ist eben wichtig zu verbalisieren, dass Hilfe benötigt wird und mir ist es noch nie passiert, dass Du keine Hilfe erfährst. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, sich schwach zu geben, Sunshine ist besser. Das Thema ist aktueller denn je. Da schliesse ich mich ein. Jedoch bei einem Komplettwandel des Lebensmittelpunktes bist Du einfach auf Hilfe angewiesen. Das kann ich jedem neuen Expatpaar, jeder neuen Expatfamilie an die Hand geben.

Alle Lachen wieder

Das tiefe Tal ist durchschritten, die Kinder lachen wieder, die Zweifel verflogen, das Setup verändert und dass besondere Situationen besondere Massnahmen erfordern ist klar und da muss man auch mal 2 Tage blau machen und Mamizeit am Vormittag geniessen ohne den Bruder und die Schwester. Mich hat es viele unruhige Nächte bereitet und viel Telefonate mit meinem Mann, immer wieder reflektieren, was muss anders sein, was kann besser sein und wie ist die Fröhlichkeit zurück zu bekommen. Meine grauen Haare sieht keiner – habe eine gute Friseurin, die ich jetzt schon vermissen werde, wenn ich in Shanghai bin, aber das nur am Rande!

Ich freu mich über Kommentare und über Erfahrungsaustausch, ist ja nicht alltäglich, daß du in die Ferne ziehst.

Luise

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Mit der Ehe musst Du als Expatehepaar vorsichtig umgehen

Mein 15.Blog am 21.2.2019

Ich bin mit meinem Mann 20 Jahre glücklich verheiratet, von diesen 20 Jahren haben wir 8 Jahre gemeinsam im Ausland gelebt und ich habe drei unserer vier Kinder im Ausland auf die Welt gebracht. Im August stehen unsere nächsten gemeinsamen Jahre im Ausland an, Expatehe 3.0. Eine Herausforderung. Eine Challenge. Ein Verlassen aus der Comfortzone. Ein Neustart. Ein Loslassen. Ein Neuorientieren. Ein Abenteuer. Eine Reise. Ein Lernen. 

Ich möchte von meinen Erfahrungen als Expatehefrau berichten und kann jetzt schon sagen, dass unsere Ehe nicht unter den Jahren im Ausland als Expatehepaar gelitten hat, sondern eher das Gegenteil passierte, wir sind noch enger aneinander gewachsen, wir sind als Paar auf uns gestellt gewesen, wir sind durch Dick und Dünn gegangen. Wir wurden zu einem Team! Zu einem verlässlichen Team! 

Meine Ehetypen aus Sicht der Expatfrau

Welche Formen der Ehe gibt es denn? Ich denke, ich kann vier Formen benennen. Einmal die Fernehe. Die Partner leben dauerhaft an unterschiedlichen Orten und können sich nur unregelmäßig sehen. Bei der Wochenendehe, wie der Name schon sagt, sehen sich die Ehepartner nur am Wochenende, also ein Partner pendelt von irgendwoher und hat dort eine kleine Wohnung oder wohnt im Hotel. Dann sehe ich die Klassische Ehe, beide Partner leben am gleichen Ort, in gewohnter Umgebung, sehen sich so gut wie jeden Tag, es stehen vielleicht hin und wieder Dienstreisen an. Und dann ist da die Expatehe. Beide Partner leben gemeinsam im Ausland, in ungewohnter Umgebung, meist gibt ein Partner seinen Job auf, um mit dem Entsannten mitzuziehen. Ich lebe die Klassische Ehe und die Expatehe. Die anderen Optionen kommen für mich nicht in Frage.

Warum entscheide ich mich nicht einfach für die Fernehe? 

Das ist sicherlich eine berechtigte Frage! Meine Antwort ist einfach: Weil ich das nicht will! Weil wir das nicht wollen!  Weil wir ein tägliches Eheleben führen wollen! Ein Bleiben an Ort und Stelle wäre natürlich nicht so kompliziert für mich, ich könnte meinen Job hier weiter fortführen, die Kinder würden nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Jedoch wäre die Abwesenheit des Vaters, des Mannes auch nicht einfach. Also ist es schwierig und für unser Familiengefüge keine Option. Also stürzt du dich in das Modell Expatehe! 

Was ist der Schlüssel einer guten Expatehe? 

Nun, da kann ich aus den bisherigen 8 Ehejahren im Ausland berichten und von der zukünftigen Zeit. Grundvoraussetzung bei uns war immer, dass wir beide eine Entsendung wollten und wir beide gemeinsam entschieden haben, ein Abenteuer auf uns zu nehmen. Jung verheiratet ging es für uns nach Italien, wir haben viel geredet und viel geplant. Der Zeitpunkt war richtig und auch der Ort war toll. Wer möchte nicht als junges Ehepaar nach Mailand ziehen und Bella Vita in Italien erleben? Ohne Zwänge, ohne Kinder, ohne viele Verpflichtungen? Dennoch war es so, dass ich meinen Job in Deutschland aufgegeben habe und den erstmal kleinen Karrieresprung meines Mannes mitgemacht habe. Ich hätte ja auch erstmal in Deutschland bleiben können, wollte ich aber nicht, denn wir waren ein gutes, verliebtes und neugieriges Team. Vor Ort, habe ich mich nach Arbeitsmöglichkeiten umgeschaut und habe recht schnell in einer Relocation Agentur Fuß gefasst. Und dann kamen weitere Jobs dazu. Ich war Freelancer und fand es herrlich! Natürlich war die Gefahr da, dass ich irgendwann unglücklich werde, aber mein Mann hätte ja auch unglücklich mit seinem neuen Job werden können, weil die Umstellung zu groß, die Aufgaben zu schwierig oder auch eine Form von Heimweh hätte einstellen können. Das Wort Heimweh ist bei Männern irgendwie fehl am Platz, gefühlt haben eher Frauen Heimweh. Aber wenn Männer in ihre gewohnte Umgebung zurück möchten, dann ist es eben doch Heimweh und insofern stimmt der Begriff für beide Geschlechter.  

Wir haben schon immer viel geredet und die Dinge von fast allen Seiten beleuchtet. Das habe ich so nicht von meinem Zuhause in unsere Ehe mitgebracht, mein Mann umso mehr. Es tat uns aber gut und die Kommunikation zwischen uns hat geholfen, frühzeitig Unstimmigkeiten zu beheben und auch mal Zwischentöne zu erahnen. Manchmal kam dann in Gesprächen heraus, dass ich mal eine Auszeit von Mailand brauchte und ein langes Wochenende zum Karneval nach Deutschland geflogen bin und meine Batterien aufgeladen habe oder mein Mann mit seinen Schulfreunden nach Dänemark fuhr, auch wenn das Geld knapp wurde. Jeder hatte Freiräume und jeder von uns hat sie immer noch. 

Auch die zweite Auslandsentsendung meines Mannes nach Mexiko, in die Millionenmetropole Mexiko-City ware eine gemeinsame Entscheidung. Als Team! Wir hatten dazwischen zu Entsendungen in exotischere Ländern nein gesagt. Diese Freiheiten hatten wir und der Arbeitgeber meines Mannes spielte da auch mit. 

Mexiko war schon eine viel größere Herausforderung als Italien. Was haben wir da richtig gemacht? Wir haben gut geplant. Wir sind sogar 2 mal im Vorfeld nach Mexiko-City geflogen, weil wir beim ersten mal kein geeignetes Haus gefunden haben. Mein Mann wollte sicher gehen, dass die Bleibe, die wir finden, mir auch gefällt und ich mich mit den mittlerweile zwei kleinen Kindern dort wohl fühlte. Wir nahmen den Aufwand auf uns und flogen nochmal hin. Die Schwiegereltern kamen zum zweiten mal und hüteten die Kinder. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben wunderschöne Jahre in einem tollen Haus gelebt, was wir zusammen ausgesucht hatten. Als Team. Rückblickend muss ich auch klar sagen, dass mein Mann alles daran gesetzt hat, dass ich mich wohl fühle. 

Einmal heulte ich vor totaler Überforderung mit den Kindern, heulte über meine Unfähigkeit mit Emma, unserer mexikanischen Haushilfe, richtig kommunizieren zu können, da mein Spanisch noch zu schlecht war. Und dann lief die Waschmaschine voller wunderschöner Kleidung meiner Kinder über und überall war Schaum. An sich ja nicht schlimm, jedoch lief mein Fass über und ich rief meinen Mann im Büro an und machte ihm unmissverständlich klar, dass er jetzt und sofort nach Hause zu kommen hatte. Er konnte aber nicht, zu viele wichtige Termine. Ich kochte. Er sagte, er würde mir einen Fahrer schicken. Noch schlimmer – dachte ich. Aber Alfredo war ein Engel, krempelte sich das Hemd hoch, fasste beherzt in die schäumende Waschmaschine und ich starr neben dran. Ich war unfähig für irgendetwas. Alfredo brachte mich zum Lachen und wir hatten seitdem ein besonderes Verhältnis, wahrscheinlich, weil er die Señora vom Finanzvorstand so erlebt hat und ich es zugelassen hatte.
Auch wenn mein Mann mir nicht die Wäsche aus der Trommel gezogen hat, er hat für die blöde Wäsche Hilfe geholt und einen hysterischen Anruf seiner Frau nicht als trivial abgetan. Danach hatte ich die wohl teuerste Miele Waschmaschine in meinem Haus, Import aus Deutschland. Die amerikanische Toplader Waschmaschine hatte das Zeitliche bei mir gesegnet! 

Es ist ja eigentlich eine Geschichte, die anderen Müttern, die nicht in der Ferne leben, passiert. Aber die Ferne macht es Besonders, du kämpfst sowieso mit allem Neuen und dann ist eben doch die Wäsche zentral. Genau in solchen Momenten muss die Expatehe funktionieren und die Hilfe und das Verständnis für den anderen muss vorhanden sein. Dabei ist das Erkennen der Notwendigkeit das Besondere. Und da komme ich wieder auf den Teamgedanken. 

Fahrrad aus Gau-Algesheim und der Lillifee Koffer

Die Notwendigkeit für das Besondere zeigte sich auch, dass ich meinem Mann dazu überreden konnte bei einem Trip nach Deutschland vom Fahrradladen Schön in Gau-Algesheim unserem 5 jährigen Sohn ein Fahrrad nach Mexiko mitzubringen! Also rief ich dort an. Großes Erstaunen am anderen Ende der Leitung. Das Fahrrad wurde liebevoll für den Transkontinentalflug verpackt, beim Check-in wurde geschmunzelt, denn neben dem großen Paket und dem Businesskoffer meines Mannes stand der rosafarbene Lillifee Rollkoffer für unsere 3 jährige Tochter. Peinlich war das meinem Mann keine Spur, denn für ihn stand und steht an oberster Stelle, dass alle glücklich sind. Sohnemann hatte sein erstes Fahrrad mit Rücktritt und unsere Tochter endlich den Rollkoffer, den die Mama so schön fand, ich gebe es zu! 

Das Besondere an der Expatehe

Ich glaube, dass ich in Italien und in Mexiko mehr herumgereist bin und Städtereisen unternommen habe als in meiner Heimat Deutschland. Wir sind beide gerne und viel auf Entdeckung gegangen. Wir haben Land und Leute kennengelernt, wir habe viel Kultur und Geschichte erleben, haben von Bräuchen und Sitten erfahren und sind eingetaucht in die Traditionen und Regionalitäten. Wir haben viel gekocht und Restaurants besucht. In diesen Jahren haben wir viele Erinnerungen geschaffen in der Zweisamkeit und als Expatfamilie. Immer wieder sitzen wir zusammen und erzählen von alldem und dann kommt der bekannte Satz: Weißt du noch ….? Gerade die Kinder sitzen dann mit gespitzten Ohren neben uns und wollen immer mehr erfahren. Dies ist sicherlich nichts Expatehe spezifisches, andere Familien machen das auch, aber vielleicht sind die Geschichten aus dem Leben im Ausland doch etwas anders. Ich bin zumindest nicht in Deutschland von der Damen in der Reinigung mit Señora Gucci angesprochen worden, denn die italienische Damen konnte den Namen Gutsche nun wirklich nicht aussprechen. Ich hörte gerne den Namen Gucci – ich fühlte mich großartig! 

Expatehe und Karriere

Ja, ich bin mit meinem Mann ins Ausland gegangen und habe hier meinen Job aufgegeben, das ist mir nicht besonders schwer gefallen, er war ok, aber mehr auch nicht. Jedoch hätte ich ihn als Sprungbrett für mehr sehen können. Habe ich aber nicht. Ich war neugierig auf anderes und auf der Suche. Ich bereue da nichts. Ein guter Job, der mit viel Anerkennung verbunden ist und auch noch ein gutes Polster bei der Bank schafft, ist sicherlich erstrebenswert und ich kann sagen, dass ich sicherlich etwas anders geworden wäre als Fotografin und Bloggerin und Expatfrau und Expatmutter, aber ob ich damit glücklich geworden wäre? Ja, das steht in den Sternen. Und darüber nachzudenken ist sicher müßig. Wichtig ist, dass Du als Expatfrau mit der Entscheidung, mit Deinem Mann ins Ausland zu gehen voll und ganz einverstanden bist ohne Zweifel und ohne komisches Bauchgefühl. Ich hätte wahrscheinlich nie den Dreh bekommen aus meiner Leidenschaft einen Beruf zu machen und aus meiner Freude am Schreiben einen eigenen Blog zu entwickeln. Fotografin und Bloggerin. Und nicht mehr aktive Diplom Volkswirtin. Ich liebe diese Freiheit, die von meinem Mann getragen wird und er mich zu vielen Projekten ermutigt hat. Ich habe ja auch noch den Beruf als Mutter. Vier Kinder glücklich zu machen ist eine Lebensaufgabe und jedes unserer Kinder hat seine Welt, in der es glücklich werden soll. Dafür bin ich im kleinen Täglichen gerne und immer da und im Großen und Richtungsweisenden sind wir beide als Team da. Und wenn unsere Kinder irgendwann alle aus dem Haus sind und ihren Hafen gefunden haben, dann kann ich sagen: Ich habe meinen Job gut gemacht, wir haben unseren Job gut gemacht. In Rente gehst du wahrscheinlich nie! Und das ist sicherlich auch das Besondere, wenn Du den Vollzeitjob als Mutter, als Eltern annimmst. Zur Ruhe setzen gibt es hier nicht! 

Mit der Ehe musst Du als Expatehepaar vorsichtig umgehen

Ich glaube, dass ich nach 8 Jahren Expatehe viel Erfahrungen gesammelt habe und die Vorraussetzungen, Notwendigkeiten, Gefahren, Konsequenzen und das Besondere kenne. 

Vor 2 1/2 Jahren habe ich zu einer weiteren Entsendung meines Mannes ein klares nein verkündet, es war nicht der richtige Zeitpunkt, ich hatte andere Baustellen. Diese Haltung hat sich vor gut einem Jahr geändert als mein Mann wiederholt gefragt wurde. Das Leben ist ständig in Bewegung, Koordinaten werden neu ausgerichtet und das Familienleben ändert sich.  Einschneidend war sicherlich, dass unser ältesten Sohn in ein Internat nach Schottland ging und er plötzlich aus eigenem Willen von einem Jahr auf vier Jahre dort aufstockte und er somit am Familienalltag nicht mehr teilnehmen konnte. Dieses Internat ist genau sein Ding, das erkannten wir, und er ist – das kann ich nach 18 Monaten dort sagen – ein richtig toller Kerl und Kumpel geworden! Bin sehr stolz!

Bei einer Flasche Wein am Abend entschieden wir uns, ein neues und wahrscheinlich letztes Abenteuer zu wagen und nun steht Expatehe 3.0 auf dem Programm. Wir wissen, dass wir damit vorsichtig umgehen müssen, denn, auch wenn du aus einem fundierten Erfahrungsschatz schöpfst, ist Asien mit Sicherheit nicht immer leicht. Definitiv kann ich jetzt schon in der Vorbereitung auf 3.0 sagen, dass eine Entsendung ins Ausland mit großen Kindern eine weitaus größere Herausforderung als Ehepaar ist, als mit keinen Kindern oder mit Kleinkindern. 

Wir stürzen uns hinein und ich werde stetig weiter berichten von Land und Leuten, Kultur und Geschichte von meinem Dasein als Expatmutter, Fotografin und als Expatehefrau. Da ich einen Plan habe, was ich dort machen möchte, nämlich Fotografieren und Schreiben, ist die Gefahr, einen Expatblues zu bekommen, gering. Wenn es dann doch so ist, muss die Auszeit in Deutschland her und ich werde meine 3 Schwestern oder meine Mädels treffen und die Batterien auftanken. Mein Mann wird das Verstehen, da bin ich mir sicher!


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Ins Ausland zu gehen bedeutet neben dem Verlassen meiner gewohnten vier Wände auch eine Verschiebung meiner Interessen und auch meiner Priorisierung der Dinge, die ich tue, für die ich brenne und für die ich viel Zeit in den letzten Jahren  mit viel Freude aufgebracht habe. Die Verschiebungen sind signifikant. Es liegt daran, dass ich den Fokus anders setzen muss, weil die Zeit einfach für alles nicht vorhanden ist und die Kraft für alles fehlt.  

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Digitale Medien können schon ziemlich viel Zeit rauben und Dich in den Bann ziehen. Und hinterher sagst Du dir: Was ein Mist, jetzt habe ich so viel Zeit damit verbracht und habe keinen wirklichen Mehrwert daraus. Dies habe ich so gut wie abgelegt. Ich gebe zu, dass es manchmal auch ganz spaßig ist, sich unnötige Videos anzuschauen oder darüber zu schmunzeln, wer gerade wo an welchem Flughafen ist und in welchem Restaurant in Pusemuckel ein Menue bestellt hat. Das gehört dann in die Kategorie Relaxen. 

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Ich habe leidlich erfahren, daß es keinen Sinn macht, einen Blog zu schreiben, wenn Du keine Ruhe in dir findest und du über viel zuviele Dinge nachdenkst, jedoch nicht über das, was Dich beschäftigt, sondern über das, was in der hektischen Weihnachtszeit noch alles erledigt werden muss. Geschenke besorgen, einpacken, verschicken. Weihnachtsgrüße schreiben und verschicken. Was ein Wahnsinn. Mir macht es zunehmend weniger Spaß, mich in der Verpflichtung zu sehen, dies alles zu müssen! Nun ist der Trubel vorbei und ich komme zur Ruhe und zum Schreiben! Endlich!

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